Checkliste Anwaltsgespräch – für Unternehmer

Gut vorbereitet zum Erstkontakt

Im ersten Gespräch (Telefonat) besprechen wir kurz den zu Grunde liegenden Sachverhalt und prüfen, ob wir in der Sache zusammenarbeiten können (Prüfung auf Interessenkollisionen, Preismodell etc.). Es ist wichtig, dass Sie sich hierbei auf das Gespräch vorbereiten und evtl. Eckdaten vorliegen haben (Streitwert, Gegenpartei, wirtschaftliche Ziele).

1. Gesprächstermin vereinbaren

Sie haben die Wahl, die Kanzlei MRA entweder über E-Mail, Kontaktformular oder telefonisch zu kontaktieren. Ist eine telefonische Erreichbarkeit gerade nicht gegeben, hinterlassen Sie bitte eine Rufnummer auf der Mailbox.

2. Seien Sie sich über die Kosten bewusst

Die Konsultation eines Rechtsanwalts ist keineswegs kostenfrei. Ein Erstkontakt dient dazu festzustellen, ob Anwalt und Mandant in der Sache zusammenfinden können. Eine komplette Erstberatung am Telefon ist zwar möglich, aber eben dann auch mit Kosten verbunden.

3. Zögern Sie nicht!

Fristversäumnisse sind häufig nicht oder nur schwer zu heilen. Es kann sein (und ist bei gerichtlichen Auseinandersetzungen sehr wahrscheinlich), dass eine notwendige Reaktion an die Gegenseite fristgebunden ist, prüfen Sie daher Ihre Unterlagen genau und teilen Sie dies direkt im Erstgespräch mit, damit eine sinnvolle und zeitnahe Terminabsprache möglich ist.

4. Sachverhalt vorbereiten

Mit Notizen sind Sie perfekt auf das Anwaltsgespräch vorbereitet, so kann strukturiert geprüft werden, wie und ob die Kanzlei MRA für Sie tätig werden kann. Es sollte deutlich sein, was Sie zu dem Erstgespräch bewogen hat, wer die Gegenseite ist, um welche wirtschaftlichen Werte es geht, wie lange Vertragsverhältnisse laufen und welche Nachweise Sie haben (Dokumente – auch E-Mails, Zeugen, faktische Tatsachen, wissenschaftliche Erkenntnisse etc).

5. Dokumente zusammenstellen und vorbereiten, seien Sie ehrlich – nicht nur zu Ihrem Arzt, auch zu Ihrem Anwalt!

Legen Sie alles bereit, was mit dem Fall – auch nur entfernt – zu tun haben könnte. Wenn der Anwalt zu Ihnen kommt, ist es klasse, wenn Sie nicht anfangen müssen alte Arbeitsverträge oder Aktennotizen suchen zu müssen oder ein ellenlanges E-Mail-Postfach nach Stichworten zu durchsuchen. Der Anwalt benötigt alle Informationen, um ein vollständiges Bild der Sachlage zu erhalten. Verschweigen Sie nichts und beschönigen Sie nichts – das würde die Qualität der Beratung nur beeinträchtigen.

6. Zeugen auflisten

Alle notwendigen Zeugen (auch, wenn diese aus Ihrer Sicht zunächst nichts wirkliches beizutragen haben – hier irrt man häufig) sollten aufgelistet und mitgeteilt werden, um die Beweislage am Besten beurteilen zu können.

7. Zielbesprechung

Der Anwalt wird Sie nach dem Ziel der Beauftragung fragen. Überlegen Sie sich daher im Vorfeld, ob Sie sich mit der Gegenseite streiten oder lieber gütlich einigen wollen. Ist ein hochkomplexes Vertragswerk nötig, das allein Ihre Position berücksichtigt und dadurch viel Verhandlungszeit in Anspruch nehmen wird oder sind Best-Practices evtl. sinnvoller?

8. Rechtsschutzversicherung

Im Falle, dass Ihre Angelegenheit von einer Rechtsschutzversicherung übernommen wird (im Besten Fall klären Sie das vor dem Erstkontakt bereits mit der RSV telefonisch ab), sollten Sie Ihre Mitgliedsnummer, den Namen der Versicherung und die Schadennummer (wird Ihnen telefonisch mitgeteilt) parat haben.